Elita Wiegand
Journalistin und Geschäftsführerin der Werte und Wandel gUG, Düsseldorf

Werte im Wandel - was Arbeitgeber attraktiver macht

Gewinnmaximierung, Profit und noch mehr Umsatz gelten in vielen Unternehmen immer noch als oberste Ziele. Doch wie ist es um den Faktor Mensch bestellt?

Nach der letzten Gallup-Studie glauben rund sechs Millionen Beschäftigte nicht an ihr Unternehmen, machen Dienst nach Vorschrift oder haben innerlich gekündigt.

Das hat fatale Folgen: Wem die Zukunft seines Unternehmens egal ist, der zeigt kaum Eigeninitiative, Motivation und Einsatzbereitschaft. Der eklatante Widerspruch macht sich vor allem dadurch bemerkbar, dass zunehmend immer mehr Menschen einen Sinn in ihrer Arbeit suchen. Sie wollen von ihrem Chef wahrgenommen und individuell gefördert werden, erwarten Wertschätzung und ein klares Interesse an dem, was sie leisten und an welchen Aufgaben und Projekten sie arbeiten. Nicht nur bei den Mitarbeitern, sondern auch bei Kunden spielt die Wertekultur von Unternehmen eine immer größere Rolle.

Bei zunehmendem Fachkräftemangel und dem Druck, sich im Wettbewerb zu unterscheiden, werden weiche Faktoren zu harten, Unternehmen sind gezwungen, ihre Werte zu überprüfen und zu verbessern. Um die Attraktivität zu erhöhen, geht es für Bewerber auch darum, dass das Unternehmen für Purpose steht, für eine Philosophie hinter dem Geschäftsmodell, für einen sinnstiftenden Kern, der die Maxime für das Handeln bestimmt.

Die Unternehmen der Zukunft sind ökonomisch, ökologisch und sozial ausgerichtet. In Zeiten der Digitalisierung besteht der Wettbewerbsvorteil darin, die gesellschaftlichen Aufgaben zu lösen - die Mission ist eindeutig: Wer Spaß in dem hat, was er tut, ist gut darin - und wer gut ist, hat Erfolg.